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    Mit trockenen Füßen durch schlechtes Wetter:

    So imprägnieren Sie Ihre Schuhe richtig

    Schlechtes Wetter lässt sich nicht vermeiden, nasse Füße schon. Richtig imprägniert, halten Schuhe auch bei Regenwetter dicht. Als netter Nebeneffekt schützt die Imprägnierung zusätzlich vor Verschmutzung und Schneerändern.
    Wie wirkt eine Imprägnierung?

    Das lässt sich gut am Beispiel eines Lederschuhs erklären. Leder hat Poren, durch welche Feuchtigkeit eindringt. Eine Imprägnierung bildet auf dem Leder eine Schutzschicht. So wird verhindert, dass Nässe eindringen kann oder sich Schmutz in den Poren festsetzt. Gleichzeitig erhält eine gute Imprägnierung die Atmungsaktivität von Leder und Membranen. Wasserdampf vom Schwitzen kann also austreten, es gelangt aber kein Wasser hinein. Die Füße bleiben angenehm trocken. Das funktioniert auch sehr gut bei Schuhen mit Gore-Tex®, synthetischem Gewebe und Membranfasern.

    Imprägnieren vor dem ersten Tragen

    Neue Schuhe sind häufig nicht vorimprägniert. Länger wie neu bleiben die Schuhe, wenn man sie vor dem ersten Tragen imprägniert. Gerade bei hellen und empfindlichen Lederschuhen lohnt sich eine doppelte Imprägnierung. Nach der ersten Imprägnierung lassen Sie den Schuh gut trocknen und führen dann direkt eine zweite Imprägnierung durch. Besonders komfortabel geht das mit einem Imprägnierspray.

    Gern getragen, regelmäßig imprägniert

    Auch die beste Imprägnierung nutzt sich im Laufe der Zeit (und der Regenschauer) ab. Um lange Freude an seinen hochwertigen Leder-, Sport- und Outdoorschuhen zu haben, sollte man die Imprägnierung regelmäßig auffrischen – wie oft, liegt am Gebrauch und am Material. Bei starker Beanspruchung oder viel Nässe ist eine Auffrischung schneller nötig als beim Schönwetter-Pumps. Rau- und Wildleder sind offenporiger als Glattleder und dadurch nässe- und schmutzanfälliger. Diese sollte man besonders sorgfältig imprägnieren.

    Zu wetterfesten Schuhen in vier Schritten

    So einfach schützen Sie Ihre Schuhe vor Nässe und Verschmutzungen.

      1. Nasse Schuhe trocknen

      Feuchte oder nasse Schuhe müssen zunächst trocknen. Direkt auf die Heizung gehören sie dabei nicht: Leder und Fasern leiden unter zu starker Hitze. Sehr nasse Schuhe stopft man mit Zeitungspapier aus. Dieses zieht das Wasser aus dem Schuh und kann zwischendurch erneuert werden.

      2. Schuhe reinigen

      Staub und Schmutz werden abgebürstet oder mit einem leicht feuchten Tuch entfernt (danach gegebenenfalls noch einmal trocknen lassen).

      3. Schuhe pflegen

      Vor dem Imprägnieren kann dann Schuhkreme aufgetragen werden. Lassen Sie sie kurz einwirken.

      4. Schuhe imprägnieren


      Jetzt geht’s ans Imprägnieren. Dazu wird der Schuh aus rund 30 Zentimetern Abstand gleichmäßig eingesprüht. Das Material soll dabei nicht durchnässen. Danach lässt man den Schuh trocknen. Strapazierte Stellen werden dann noch mal eingesprüht. Nach dem letzten Trocknen kann Glattleder bei Bedarf abgerieben und Rauleder gebürstet werden.

    Das sollten Sie beachten

    Imprägnierspray sollen im Freien angewendet und nicht eingeatmet werden. Für Kunst- und Lackleder eignet sich Imprägnierspray nicht, weil sich bei den behandelten Schuhen die Farbschicht lösen könnte. Auch Holz, Gummi und Kunststoff sollte man beim Imprägnieren aussparen.

    Trockenen Fußes durch den Regen

    Richtig imprägniert bringen Sie Ihre Schuhe trocken durch nasse Tage. Zudem bleiben Ihre hochwertigen Schuhe länger schön. So bleiben vom Sprint zur Bahn keine klammen Füße zurück und der Spaziergang mit dem Hund macht auch bei Schietwetter wieder Spaß.